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5 Mythen rund um Meditation und wie du sie für dich nutzt.

Aktualisiert: Mai 12

Du möchtest gerne meditieren aber irgendwie klappt es nicht? Hast du dir schon einmal gedacht: "Ach, ich bin nicht der Typ dafür."? Mit diesen Tipps überwindest du die 5 häufigsten Mythen rund um Meditation und nutzt sie für dich. So wirst du ganz schnell zufriedener und gelassener.



Ich habe lange selbst nicht zu meditieren begonnen, obwohl ich wusste, dass es mir gut tun wird. Warum? Ausreden hatte ich viele: Ich habe keine Zeit. Ich fange morgen damit an. Ach, das ist doch nichts für mich. Was eigentlich dahinterstand? Ein Teil von mir hatte wohl Angst, weil er wusste, dass die Meditationspraxis mich verändern wird. Und das hat sie auch – und zwar nachhaltig.


Die Meditation hat mir Zugang zu einem Zustand gewährt, den ich vorher nicht kannte: Bedingungslose Zufriedenheit und tiefen inneren Frieden. Das Gefühl nirgends hinzumüssen und, dass ich nichts erreichen muss, um mir selbst zu genügen. Und das Gefühl angekommen zu sein: In mir selbst.

Die Vorteile der Meditation möchte ich ein anderes Mal näher beleuchten – heute möchte ich dir 5 Mythen rund um Meditation vorstellen, die viele Menschen davon abhalten die Meditation für sich zu nutzen, obwohl sie insgeheim wissen, dass sie ihnen guttäte.



1. Meditation ist nichts für mich.


Wohl der Klassiker schlecht hin. Und ich erinnere mich noch gut an meine ersten Meditationsversuche und, dass ich danach das Gefühl hatte die einzige im Raum zu sein, der das so super schwerfällt. Die einzige zu sein, deren Kopf voll war mit 1000 Gedanken und die es unerträglich fand so lange ruhig zu sitzen. Doch ich kann dich beruhigen:


Jeder kann meditieren. Meditation ist nichts als Übungssache. Ehrlich.

Alles, was du noch nicht oft gemacht hast, fällt dir schwer. Und gerade dann, wenn du – so wie auch ich – ein zappeliger Mensch bist mit vielen Ideen und Wünschen, dann kann das zu Beginn eine richtige Challenge sein diesen Gedanken nicht den Raum zu geben, den sie gewohnt sind. Und gerade dann ist es besonders wertvoll und heilsam das zu üben. Das muss nicht lange sein – dafür aber täglich. Wenn du dich jeden Tag auch nur für 3 Minuten ruhig hinsetzt und eine Meditationstechnik anwendest, wirst du schon sehr bald eine Verbesserung merken. Versprochen. In meinem Beitrag gebe ich dir ein paar Tipps für die Meditationspraxis und stelle dir ein paar Techniken vor, die du nutzen kannst.



2. Es dürfen keine Gedanken da sein, wenn ich meditiere.


Ich habe sehr lange geglaubt, dass ich nur dann meditieren kann, wenn es ganz ruhig in meinem Kopf ist. Doch da beißt sich die Katze in den Schwanz: Denn wir meditieren ja, damit wir mit der Zeit lernen unsere Gedanken zu beruhigen. Und das dauert einfach, bis das auch wirklich passiert. Bei manchen geht das schneller, bei manchen dauert es länger. Und es ist auch nicht jeden Tag gleich. Ich habe immer noch Tage an denen meine Gedanken mit mir Achterbahn fahren. Aber das spielt keine Rolle. Alleine, wenn du dich hinsetzt und trotzdem dranbleibst, wirst du die positiven Effekte der Meditation spüren.


Löse dich von der Erwartung, wie deine Meditationspraxis auszusehen und wie du dich dabei zu fühlen hast. Alles ist richtig, genauso wie es ist.

Wenn du viele Gedanken hast, dann hast du eben viele Gedanken. Na und! Mach einfach weiter und bringe deine Aufmerksamkeit einfach immer und immer wieder zurück ins Hier und Jetzt. Und wenn die Gedanken 1000 Mal abschweifen, dann holst du sie eben 1000 Mal zurück. Das spielt keine Rolle. Wirklich nicht.


Je entspannter du an die Meditation herangehst und je weniger du vorgibst wie sie zu sein hat, desto besser wirst du sie für dich nutzen und desto eher wirst du auch deine Gedanken loslassen können.


3. Meditation bedeutet ruhig dasitzen und nichts tun.


Bei der Meditation geht es nicht so sehr darum, WAS du tust, sondern mit welcher Qualität du etwas tust.

Meditation ist keine Tätigkeit, sondern ein Zustand. Und es gibt sehr viele verschiedene Meditationstechniken, die uns helfen können in diesen Zustand zu gelangen.

Auch wenn wir versuchen irgendwann möglichst ruhig dazusitzen und die Stille in uns wahrzunehmen, ist das zu Beginn eine Illusion.


Gerade dann, wenn du die Stille noch nicht gut erträgst, kann es hilfreich sein Meditationstechniken in Bewegung zu machen: z.B. eine Gehmeditation oder auch Hilfsmittel wie Musik und Mantras herzunehmen, um in den Zustand der Meditation zu gelangen.


Aber auch bei ganz alltäglichen Aufgaben kannst du in den Zustand der Meditation gelangen, wenn du achtsam bist: Ein Spaziergang im Wald, bei dem du mit deiner ganzen Aufmerksamkeit alles beobachtest, was rund um dich da ist, kann eine wunderbare Meditation sein. Aus vollem Herzen dein Lieblingslied zu singen und zu tanzen, kann eine wunderbare Meditation sein. Oder einfach nur auf dem Balkon zu sitzen, die Sonne und den Wind auf der Haut zu spüren und in die Ferne zu blicken. Was auch immer dir hilft im Augenblick Hier und Jetzt anzukommen, ohne an Gestern und Morgen zu denken, ist Meditation.


Es entscheidet niemals die Technik darüber, ob du Erfolg hast mit deiner Meditationspraxis oder nicht. Es ist immer nur die Konsequenz und gleichzeitig Erwartungslosigkeit, mit der du eine gewisse Meditationstechnik anwendest, die zum Ziel führt.

Ich hatte richtig tolle Meditationserfahrungen als ich einfach nur dagesessen und geatmet habe. Und dann habe ich super Techniken angewendet und meine Gedanken sind gar nicht zur Ruhe gekommen, weil ich so voller Erwartungen war, wie ich mich mit dieser Technik zu fühlen habe.


Mein Tipp daher: Fang einfach mit irgendeiner Technik an. Und bleibe dann einmal eine Woche oder länger bei dieser Technik, bevor du eine neue ausprobierst. Auch wenn du keine „Erfolge“ hast. Mache trotzdem weiter. Denn je vertrauter du mit einer Technik bist, desto eher kannst du dich entspannen und desto leichter und schneller wird es dir dann auch gelingen diesen Zustand der Entspannung wieder aufzurufen, wenn du die Technik anwendest.


Es gibt nicht die eine richtige Technik, die du erst finden musst, um meditieren zu können. Du kannst jede beliebige Technik verwenden – such dir einfach eine aus, die dir sympathisch ist und lege los. Und dann übe einfach. Jeden Tag. Und sei gespannt was passiert.



4. Meditation ist mir zu langweilig.


Wenn du es gewohnt bist im Alltag ständig in Bewegung zu sein und mehrere Dinge gleichzeitig zu machen, dann kann es auf den ersten Blick sehr langweilig erscheinen einfach einmal nichts zu tun. So fühlt es sich zu Beginn vielleicht auch an. Doch Meditation ist ein Mittel um Dinge in dir selbst zu finden, die du bisher vielleicht vergeblich im Außen gesucht hast: Zufriedenheit. Ruhe. Klarheit. Entschlossenheit. Und sie gibt dir Antworten auf Fragen, die du bisher mit deinem Verstand noch nicht beantworten konntest.


Meditation kann soviel, was uns im hektischen Alltag oft nicht gelingt: Uns in einen Zustand tiefer Zufriedenheit versetzen, obwohl wir gar nichts tun, sondern nur dasitzen. Uns Ruhe und Frieden spenden und das Gefühl geben gar nichts erreichen, nirgends hinzumüssen. Uns Erkenntnisse über uns selbst geben: Was wir wirklich wollen und brauchen. Was unsere Aufgabe auf dieser Welt ist. Und uns auch Hinweise liefern, wie wir diese Aufgabe lösen können. Meditation kann uns inspirieren und neue Türen in uns selbst öffnen, die bisher verschlossen waren. Und sie kann uns helfen Dinge und vor allem auch uns selbst so anzunehmen und zu lieben, wie wir sind.


In jedem Fall schenkt uns die Meditation soviel mehr, als sie von uns als Gegenzug möchte. Was sind schon ein paar Minuten täglich gegen einen Zustand tiefen Friedens?


5. Meditation muss angenehm sein.


Auch wenn wir uns natürlich alle wünschen, dass uns die Meditationspraxis in einen entspannten und zufriedenen Zustand versetzt, so ist Meditation doch auch nicht nur bequem und angenehm. Meditation zeigt uns auch Aspekte von uns selbst, die wir im Alltag verdrängt haben. Sie gibt uns Zugang zu allen Teilen unserer selbst – den guten wie den schlechten.


D.h. wenn du dich während oder einer Meditationspraxis einmal unwohl fühlst, unangenehme Gefühle wie Angst, Wut oder Verzweiflung in der hochkommen, dann hast du nichts falsch gemacht. Du hast sogar sehr viel richtig gemacht: Du hast wieder Zugang zu deinen eigenen Gefühlen gefunden – herzlichen Glückwunsch! 😊 Das bedeutet, dass du auf dem richtigen Weg bist und riesige Fortschritte gemacht hast.


Wenn du merkst, dass Gefühle, Gedanken oder Erinnerungen auftauchen, die du nicht haben möchtest: Dann nimm sie einfach nur wahr. Schaue sie einfach nur an. Und lasse sie da sein.

Fühle einfach die Gefühle, die da sind und löse dich von dem Impuls sie zu verdrängen. Und gib ihnen einfach den Raum, den sie sonst nicht bekommen.


Was das bringen soll? Du ermöglichst ihnen damit sich aufzulösen. Ein Gefühl ist in erster Linie da, um gefühlt zu werden. Wenn es gefühlt wurde, dann kann es auch wieder gehen. Wenn wir es aber immer verdrängen, weil wir es nicht haben wollen, wird es immer neue Wege suchen, um sich in uns breit zu machen. Meditation ermöglicht uns unsere Gefühle einfach zu fühlen und das ganz bewusst zu tun. Das ist etwas sehr heilsames und verhilft dir Stück für Stück zu mehr Lebensfreude, Zufriedenheit und Frieden.

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