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So wendest du dein Leben zum Positiven

Aktualisiert: Jan 29

Laufen die Dinge gerade nicht so, wie du sie dir vorstellst? Wünscht du dir, dass sie anders wären? Oder hoffst du, dass bald alles besser wird? Dann ist dieser Beitrag wertvoll für dich.




Ist doch alles scheiße, oder?


Zur Zeit schwingt in vielen von uns viel Unzufriedenheit mit der Allgemeinsituation mit. Dinge verändern sich sehr schnell, ohne, dass wir es direkt beeinflussen können. Und das kann ganz schön nerven.


Kennst du solche Sätze von dir?

  • Bald schon wieder ein Lockdown - den will ich doch gar nicht. Was soll der Scheiß?

  • Ich hoffe, dass bald alles wieder normal ist. Dann wird es mir wieder gut gehen.

  • Oder auch: Warum verhält sich mein Partner nicht so, wie ich es mir wünsche? Nie kann er es richtig machen!

Ich kenne diese Unzufriedenheit. Dieses Gefühl der Hilflosigkeit. Und gleichzeitig weiß ich auch, dass wir niemals hilflos sind. Denn wir selbst haben es in der Hand, wie wir eine Situation bewerten wollen.


Alles hat zwei Seiten


Nichts im Leben ist nur schwarz oder nur weiß. Alles hat stets beide Aspekte in sich.

In jeder noch so großen Unsicherheit steckt auch die Sicherheit. In jeder Verzweiflung auch die Hoffnung. In jeder Angst auch der Mut.

So wie bei einer Münze: Wir sehen immer nur eine Seite, der Münze und doch ist die andere Seite stets da. Wenn wir mit beiden Seiten der Münze im Frieden sind, dann können wir glücklich sein, egal welche der beiden Seiten sich gerade zeigt. Und wir können die Münze auch drehen.


Alles wird vorübergehen


Heute ist Wintersonnwende. D.h. die längste Nacht bricht an und ab morgen werden die Tage wieder länger. Die Dunkelheit, die gerade so präsent ist, macht so mit jedem Tag dem Licht wieder mehr Platz. Und so ist es auch im Leben: Alles, was uns jetzt so präsent erscheint, so unerträglich, wird irgendwann vorüber sein. Und dann werden wir die andere Seite sehen. Und auch sie wird irgendwann wieder vorübergehen. Denn das Leben ist ein Kreislauf. Alles ist ständig in Veränderung.


Alles ist, wie es ist


Vor jeder Veränderung steht als Erstes die Annahme.

Ob wir es gut finden oder nicht: Manche Dinge sind einfach so, wie sie sind.

Auch wenn wir dagegen ankämpfen, sind die Dinge so wie sie sind. Nur fühlen wir uns dann auch noch schlecht dabei, werden frustriert oder genervt, weil der Kampf soviel Kraft kostet. Wenn wir hingegen anerkenne, dass wir manche Dinge einfach nicht beeinflussen können, geht es uns besser.


Das heißt aber nicht, dass du dich hilflos in eine Ecke zurückziehen sollst: Denn eines kannst du immer ändern: Deine Einstellung. Die Art, wie du darüber denkst und sprichst. Als mir das mein Coach Alexandra Stross erstmals gesagt hat, hat das mein Leben ziemlich bereichert.


Alles ist gut


Denn alles beinhaltet auch ein Geschenk. Jede Situation, egal wie aussichtslos sie auch wirken mag, hat auch viel Gutes in sich. Wenn wir nur unseren Blick erweitern und bereit sind, das Gute zu sehen.


Hier fällt mir immer mein Yogalehrer Boris ein und ein kleiner Satz, der mich sehr beeindruckt hat. Während alle gejammert haben, weil etwas nicht so gelaufen ist, wie geplant, hat er gesagt:

"Das ist gar nicht so schlecht."

Und dann hat er einen Aspekt herausgehoben, der gut daran ist. Dieser Satz fällt mir immer ein, wenn ich im Selbstmitleid zu versinken drohe und zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Und hilft mir, mich auf die Suche nach dem Guten zu machen.



Ein Beispiel


Ich fühle in den letzten Tagen wieder viel Unsicherheit in mir. Ich zweifle an mir selbst, an meinem Weg und mache mir zwischendurch Vorwürfe, warum ich überhaupt so unsicher bin. Solange ich nicht akzeptiere, dass diese Unsicherheit jetzt da ist und, dass sie wichtig für mich ist, kann ich die Münze nicht drehen. Dann klebe ich auf dieser einen Seite fest.


Erst heute habe ich beschlossen, dass ich jetzt einfach lerne mich in dieser Unsicherheit zu lieben. Dass ich sie willkommen heiße, weil sie wichtig für mich ist. Denn schließlich möchte ich mich selbst ja so annehmen und lieben wie ich bin. Ohne wenn und aber. In guten, wie in schlechten Zeiten. Und das ist eine super Übungschance gerade!


Das interessante daran: Seit ich diesen Beschluss gefasst habe, ist die Unsicherheit viel schwächer geworden. Und ich habe viel Sicherheit dadurch gewonnen. Denn sobald ich aufhöre zu sagen: Die Unsicherheit ist blöd, die mag ich nicht, verliert sie ihre Macht über mich. Und das gibt mir Sicherheit. Wenn ich das nächste Mal diese Unsicherheit spüre, dann bin ich nicht mehr so frustriert, denn ich weiß, dass sie auch wieder gehen wird. Und, dass ich mich selbst auch lieben kann, auch wenn ich unsicher bin. Und das ist eine schöne Erfahrung und ein wertvolles Geschenk.


Und jetzt?


Wenn du also das nächste Mal das Gefühl hast festzustecken, frustriert zu sein und keinen Ausweg siehst, dann mache folgendes:

  1. Nimm an, was gerade da ist. Akzeptiere deine Gefühle, so wie sie sind. Alles darf sein, so wie es ist. Denn es genau richtig für dich, so wie es gerade ist.

  2. Erkenne, dass alles zwei Seiten hat. Wenn du dich also z.B. traurig fühlst, dann ist in dieser Trauer auch die Freude für dich versteckt. Die Freude ist nicht weg, sie zeigt sich nur gerade nicht so deutlich.

  3. Suche das Gute daran. Öffne dich für das Geschenk, das diese Situation für dich bereithält und überlege dir: Was ist das Gute an dieser Situation?

  4. Sei liebevoll zu dir selbst. Vielleicht klappt all das nicht auf Anhieb bei dir. Das ist okay. Alles ist ein Prozess - du hast ja als Baby auch nicht sofort Laufen können und es trotzdem immer wieder probiert, oder? Kein Grund frustriert zu sein oder aufzugeben: Mach einfach weiter und lobe dich selbst für alles, was du erlebst!


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