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Frieden im Kopf: So geht’s!

Wie geht man am besten damit um, wenn alles nur mühsam, anstrengend und nervenaufreibend ist? Mit diesen 5 Tipps überwindest du deine Widerstände und bringst mehr inneren Frieden in dein Leben.




„Oh Gott, ist das mühsam.“ „Das schaffe ich nie.“ „Das nervt.“ Kommen dir solche Aussagen bekannt vor? Ich kenne die sehr gut von mir. Ich tue mir in regelmäßigen Abständen unglaublich selber Leid 😉 Ich erinnere mich dann zum Glück aber immer wieder daran, dass es mir doch gar nicht so schlecht geht und, dass sich da nur wieder ein paar Widerstände zu Wort melden, die mir helfen wollen zu wachsen.


Mit diesen 5 Tipps lässt du die nächsten Widerstände links liegen und erkennst und bringst so mehr inneren Frieden in dein Leben.



Tipp 1: Gestehe dir ein, dass du im Widerstand bist


Klingt banal aber oft ist uns im jeweiligen Moment gar nicht bewusst, dass wir im Widerstand sind. Grundsätzlich gibt’s aber ein sehr einfaches Mittel, um zu erkennen, ob wir gegen etwas kämpfen oder nicht: Dein inneres Gefühl.


Fühlst du dich genervt, wütend, bockig, vernachlässigt, unfair behandelt oder missverstanden? Dann bist du ziemlich sicher im Widerstand und kämpfst gegen eine Situation an. Wenn wir eine Situation so annehmen, wie sie ist, dann fühlen wir uns meistens stark, zufrieden, selbstbewusst, ausgeglichen.


Wenn du dich also das nächste Mal so gar nicht gut fühlst: Frage dich selbst: Wogegen kämpfe ich gerade?


Tipp 2: Triff eine klare Entscheidung


Wenn du erkannt hast, wogegen du kämpfst, frage dich:


Möchte ich überhaupt kämpfen?

Wenn die Antwort Nein lautet, dann gehe gleich weiter zu Tipp 3 😉


Wenn du hier Ja antwortest, dann frage dich nochmal, ob dein Widerstand der richtige Weg ist, um etwas zu erreichen. Einen Widerstand niederzulegen bedeutet nämlich nicht, dass du nichts veränderst. Ganz im Gegenteil: Es bedeutet nur, dass du einen Weg wählst, der dich deinem Ziel näher bringt. Und der Widerstand ist das meistens nicht.


Du kannst dir das vorstellen, wie mit einem kleinen Kind: Wenn das Kind dir sagt: „Ich mag aber nicht!!!“ wirst du es vermutlich nicht wirklich ernst nehmen und dir denken, dass es gerade eine trotzige Phase hat. Wenn es dir hingegen sagt, dass es sich alleine gelassen fühlt, wirst du überlegen, wie du ihm helfen kannst. Und so ist es auch im Leben in jeder Situation:


Ein Widerstand gegen etwas bringt dich nicht weiter. Überlege dir stattdessen lieber, worum es hier eigentlich geht.


Tipp 3: Erkenne, worum es hier eigentlich geht


Hinter jedem Widerstand liegt ein sehr grundsätzliches Thema: Irgendetwas in uns ist nicht im Einklang mit dem was gerade passiert, weil wir mit uns selbst nicht in Einklang sind. Vereinfacht gesagt:

Du bist unzufrieden, weil deine Seele der Meinung ist, dass du nicht der Mensch bist, der du eigentlich sein möchtest.

Das klingt im ersten Moment vielleicht eigenartig oder schwer greifbar – ich möchte es dir anhand eines Beispiels aus meinem Leben erklären:


Ich ärgere mich z.B. sehr oft, wenn mein Mann sehr, sehr achtsam mit allen Gegenständen in unserem Haushalt umgeht. Wenn er die Couch abdeckt, damit die Katze sie nicht zerkratzt oder Gegenstände nicht benutzt, damit sie nicht kaputt werden. Lange habe ich ihm immer Vorwürfe gemacht, dass er so pingelig ist und ihm die Schuld für meine genervten Gefühle gegeben. Bis ich mich gefragt habe, was da eigentlich dahintersteckt. Und da habe ich entdeckt, dass ich mit mir selbst oft sehr vorsichtig umgehe. Dass ich mich selbst in Watte hülle, aus Angst, dass mir etwas passiert. Und wenn mein Mann das mit unserer Couch macht, dann ärgere ich mich, weil meine Seele mir sagen möchte: „Hör doch endlich auf dich selbst so einzuhüllen. Lebe dein Leben in seiner Fülle.“ Dieses Thema werde ich nicht auflösen, wenn ich meinen Mann weiter anmotze, wenn er die Couch wieder abdeckt. Weil es hier nicht um die Couch geht, sondern darum, wie ich mein Leben führen möchte ;-)


Wenn du dich also das nächste Mal ärgerst, dann frage dich selbst: „Worum geht es hier wirklich? Was ist hier eigentlich los?“

Und halte am besten schriftlich fest, was für Antworten auftauchen.



Tipp 4: Lege den Widerstand nieder


Wenn du erkannt hast, dass die Lösung hier nicht im Außen liegt, dann lasse den Widerstand ganz offiziell los. Höre auf dich zu beschweren oder dem anderen die Schuld für deine Gefühle zu geben. Und gehe in die Eigenverantwortung: Nimm dir das Thema, das du bei Tipp 3 erkannt hast, nochmal her und überlege dir, welche Schritte du setzen kannst, um das Thema aufzulösen.


Frage dich: Was kann ich verändern, um mit dieser Situation in Frieden zu kommen?


Tipp 5: Übe dich in Hingabe


Nimm dir bewusst jeden Tag Zeit für ein bisschen Hingabe. Tue etwas, bei dem du ganz bewusst die Kontrolle und jeglichen Kampf niederlegst und wo dich voll und ganz auf eine Situation einlässt. Egal was das ist: Singe aus vollem Herzen dein Lieblingslied, kuschle mit deinem Haustier, küsse deinen Partner voller Leidenschaft oder mache irgendetwas anderes, das dich alles rund um dich vergessen lässt.


Die eigene Yogapraxis ist eine gute Möglichkeit, um Hingabe zu üben. Denn Yoga lehrt uns im Hier und Jetzt zu sein und alles so anzunehmen, wie es gerade ist. Unterhalb findest du eine kurze Yogasequenz für mehr Hingabe & inneren Frieden.

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