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Zufriedenheit ist unser Geburtsrecht

Ich möchte dir heute eine kleine Geschichte erzählen. Darüber, was passiert, wenn wir aufhören unseren Zielen hinterher zu hetzen und einfach einmal alles loslassen.





Ich sitze auf einem Sessel, mein Rücken lehnt an der Wand. Sie ist kühl und ich bin unsicher, ob ich dieses Gefühl mag. Ich genieße die Härte und Stabilität, die sie mir gibt. Doch richtig wohl fühle ich mich nicht, wenn ich an ihr lehne. Ich hätte sie gerne wärmer und ein bisschen sanfter. Weniger starr, weniger gerade, weniger linear. Mehr wie das Gefühl im Gras zu liegen, das von der Sonne gewärmt ist oder an einem Baum angelehnt sein, dessen Rinde Rillen aufweist, um mich zu erinnern, dass auch das Leben eine nicht lineare, nicht perfekte, Oberfläche hat. Um zu erkennen, dass das was ist, immer richtig ist. Egal, ob es jetzt ganz geradlinig ist.

Um mir zu zeigen, dass mein Weg immer richtig ist, auch wenn er Ecken und Kanten hat.

Auch wenn ich manchmal ziellos herumlaufe, das Gefühl habe, mich zu verlaufen und gar nicht so recht zu wissen, wo ich hinmöchte. Doch genau das ist auch das, was meine Sehnsucht ist. Als ich einmal gefragt wurde: „Wenn du keine Angst hättest, was würdest du tun?“ ist ei mir sofort das Bild des Loslaufens gekommen. Ziellos.


Einfach nur zu laufen, ohne überhaupt zu wissen, wo ich hinmöchte. Mit einem tiefen Vertrauen, dass ich nichts versäumen kann. Dass ich das, was das Leben für mich bereithält, erhalten werde. Ohne, dass ich aktiv danach suchen, ohne, dass ich mich anstrengen muss.

Wenn ich daran denke, dann fühle ich tiefen Frieden, tiefe Zufriedenheit. Dann sind alle Ängste, die mich sonst beschäftigen, wie weggeblasen. Dann habe ich eine Gewissheit und Sicherheit in mir, die ich im Alltag oft vermisse. Und dann geht auf einmal alles wie von selbst.


Dann fügt sich auf einmal alles zu einem großen Ganzen zusammen.

Dann verstehe ich auf einmal Dinge, die ich davor nicht verstehen konnte. Dann kann ich aufhören zu kämpfen, obwohl ich in der Sekunde davor noch in Kampflauen war. Dann kann ich einfach nur Sein, anstatt immer zu Tun.


Dann bin ich ICH. Ohne zu überlegen, ob mich das weiterbringt oder nicht. Ohne das Gefühl zu haben mich verstellen zu müssen, um etwas zu erreichen, von dem ich glaube, dass es erstrebenswert ist. Ohne wenn und aber.

Und dann merke ich, dass ich auf einmal viel mehr bekomme als das, was ich mir in meinen Zielen erträumt habe. Dass ich da viel mehr Freiheit finden kann, als wenn ich verbissen meinen Zielen hinterherlaufe. Dass ich einfach glücklich sein kann, ohne zu wissen, ob ich es verdiene. Weil ich tief in mir drin weiß, dass Zufriedenheit mein Geburtsrecht ist. Und das ist schön.


Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?
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